Deutschland
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Würselen befindet sich am Rande des Talkessels von Aachen und wurde erst vier Wochen nach der Kapitulation Aachens am 17. November 1944 befreit. Diese Wanderroute führt durch Würselen, wo Besucherinnen und Besucher mehr über das dortige jüdische Leben erfahren, durch das Wurmtal, das Teil des Westwalls war, und zurück nach Würselen.
Die neun Kilometer lange Wanderung startet an der Kirche St. Sebastian in Würselen. Dort erzählt ein erster Audiospot die Geschichte des US-amerikanischen Unteroffiziers William Aubut, der im Herbst 1944 abends Briefe an seine Familie schreibt und bei den Gefechten ums Leben kommt. Sein Enkel hat daraus später ein gefühlvolles Lied mit dem Namen „Somewhere in Germany“ komponiert. Auf dem Friedhof von St. Sebastian sind insgesamt 398 Tote aus beiden Weltkriegen begraben.
Im Stadtteil Scherberg fanden bei der Schlacht um Aachen heftige Kämpfe statt, in die besonders die 30. US-Infanteridivision, genannt „Old Hickory“ involviert war. Bevor es ins Wurmtal geht, erinnert ein Wegekreuz an zwei getötete Soldaten, einen US-Amerikaner und einen Deutschen, die beide bei den Kampfhandlungen im Herbst 1944 auf deutschem Boden ums Leben kamen.
Auf einem landschaftlich reizvollen Stück Wurmtal geht es bis zur Wolfsfurth, wo sich ein Bunker des ehemaligen Westwalls befindet. Anschließend führt ein schmaler Pfad auf den Kahlenberg, von dem aus man einen wunderbaren Blick auf Aachen hat.
Weiter geht es zunächst Richtung Kaisersruh und dann bergauf nach Würselen. Der Aufstieg wird mit einem interessanten Blick auf den Aachener Kessel belohnt. Würselen wurde erst vier Wochen nach der Kapitulation von Aachen im Rahmen der Schlacht um die Stadt (2. bis 21. Oktober 1944) befreit. Hier fanden auf engsten Raum brutale und erbitterte Kämpfe statt, die viele Leben kosteten.