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Gestapo ist die Abkürzung für „Geheime Staatspolizei“. Diese war die gängige Bezeichnung für die politische Polizei der Nationalsozialisten in Deutschland zwischen 1933 und 1945. In Aachen war die „Staatspolizeistelle Aachen” in der Theaterstraße untergebracht.
Die Gestapo war ein zentrales Ausführungsorgan der nationalsozialistischen Herrschaft und als solches verantwortlich für die organisierte und institutionalisierte Verfolgung von vermeintlichen „Staatsfeinden“ in Deutschland und während des 2. Weltkrieges von Deutschland besetzten Gebieten. Die Effektivität der Gestapo beruhte, trotz eines überschaubaren Personalstammes, auf einem ausgedehnten Überwachungsnetzwerk aus V-Personen und Zuarbeit vonseiten der Bevölkerung sowie Parteiinstitutionen und städtischen Behörden.
Die Staatspolizeistelle Aachen hatte ihren Sitz hauptsächlich im Nebentrakt des ehemaligen Regierungsgebäudes am Theaterplatz 14 / Ecke Borngasse. Dort wurden viele Menschen festgehalten, verhört und gefoltert, denn unter die Zuständigkeit der Gestapo fiel die systematische Bekämpfung von tatsächlichen oder vermeintlichen politischen Gegner*innen des NS-Regimes. Mit dem Vorrücken der Alliierten Truppen verließen die letzten Mitarbeiter der Außendienststelle Aachen am 10. September 1944 die Stadt Richtung Norden.
Im Rahmen der sogenannten Endphaseverbrechen beteiligten sich Angehörige der Aachener Außendienststelle an der Erschießung von Zwangsarbeiter*innen, Deserteuren, Frontgänger*innen und Gegner*innen des NS-Regimes. Daran erinnert die Tafel des Projektes „Wege gegen das Vergessen“.
Vor und nach der NS-Zeit war hier der Verwaltungssitz des Regierungspräsidenten (RP) Aachen. 1972 wurde der RP aufgelöst und zum überwiegenden Teil dem RP-Köln zugeteilt. Heute ist hier das Historische Institut der RWTH Aachen untergebracht. Die Stadt Aachen verfolgt das Ziel, im ehemaligen Gestapo Haftkeller eine NS-Gedenk- und Dokumentationsstelle einzurichten.
Adresse
Theaterplatz 14, 52062 Aachen, Germany