Niederlande
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Die Eusebiuskirche ist international für die Schlacht um Arnheim bekannt. Im September 1944 geriet die Eusebiuskirche ins Kreuzfeuer. Zusammen mit der John-Frost-Brücke ist die Eusebiuskirche heute die wichtigste Gedenkstätte für die Schlacht um Arnheim. Im Inneren der Eusebiuskirche wird die Geschichte der Schlacht um Arnheim auf eindringliche und anschauliche Weise erzählt.
Die Schlacht um Arnheim war Teil der Operation Market Garden und dauerte vom 17. bis zum 25. September 1944. Arnheim wurde schwer getroffen und weitgehend zerstört. Auch die Eusebiuskirche blieb davon nicht verschont. In der Nacht vom 19. auf den 20. September wurde die Kirche während der Kämpfe zwischen den Briten und den deutschen Besatzern beschossen und brannte fast vollständig nieder. Das jahrhundertealte hölzerne Innere und die Dächer gingen verloren. Der Eusebius-Turm überlebte knapp, war jedoch so stark beschädigt, dass er schließlich vollständig einstürzte, als die Rheinbrücke im Winter 1944/1945 gesprengt wurde.
Wer die Fotos der Ruinen sieht, wird verstehen, dass die heutige Eusebiuskirche im Rahmen einer umfassenden Restaurierung weitgehend wieder aufgebaut wurde. Die Kirche erhob sich während der Wiederaufbauphase (1947–1964) wieder und gab der Stadt und ihren Einwohnern ihren Stolz zurück. Vom Kirchturm aus hat man einen Blick auf die Orte, an denen die Kämpfe stattfanden. Von den verglasten Balkonen des Eusebius-Turms hat man einen freien Blick auf die beeindruckende John-Frost-Brücke.
Orte voller Kriegsgeschichten
Der Turm der Eusebiuskirche ist 93 Meter hoch und wurde nach der Schlacht um Arnheim im Zweiten Weltkrieg nach einem neuen Entwurf wieder aufgebaut. Auf verschiedenen Etagen können Sie hinausgehen und mehr über die Schlacht um Arnheim und den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren.
Im ersten Stock des Turms stellen eine Ausstellung und ein Animationsfilm Jan Mijnhart vor. Er erzählt seine persönliche Geschichte als Küster der Eusebiuskirche. Er berichtet von seinen Vorbereitungen für die Gottesdienste und vom Sonntag, dem 17. September 1944 – dem Moment, als die Schlacht um Arnheim begann. In diesem Raum erzählt auch Wim Bozelie seine Geschichte. Er war der Kommandant der Brandwache. Zusammen mit Freiwilligen des Luftschutzdienstes hielt er sich während der Schlacht um Arnheim im Turm auf, um die Eusebiuskirche vor einem Brand zu schützen.
Themenroute: „Krieg in Arnheim“
Von den Glasbalkonen des Turms aus genießen Sie einen phänomenalen Blick über Arnheim und die Umgebung. Dies ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Themenroute „Krieg in Arnheim“ zu erkunden, die Denkmäler, Besichtigungsorte, Gedenkstätten und Geschichten umfasst. Seit dem 26. August 2026 ist die Eusebiuskirche zudem sichtbar in das Wanderwegenetz der „Liberation Route Europe“ eingebunden. An diesem Tag wurde am Eingang der Kirche ein„Wall Vector of Memory“ von Tjienta van Pelt, Stadträtin für Gedenken und Kulturerbe der Gemeinde Arnheim, enthüllt. Das Denkmal erinnert an die besondere Kriegsgeschichte dieses symbolträchtigen Ortes.