Niederlande
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Eine englische Kompanie erreichte Susteren am frühen Morgen mit einer Überraschungsoffensive. Während sie auf die Ankunft britischer Panzer warteten, nahmen sie Verteidigungsstellungen ein. Anstelle britischer Panzer tauchten jedoch deutsche Panzer auf: Eine Katastrophe ereignete sich, bevor Hilfe eintreffen konnte. Am Tag der Befreiung, dem 17. Januar 1945, wurde die englische Kompanie unter dem Kommando von Major John Evans von deutschen Truppen angegriffen. Ein Sperrfeuer der Befreier beendete diesen letzten Versuch der Deutschen, Susteren zu halten. Damit wurde zwar die Stadt gerettet, aber auch ein großer Teil davon zerstört.
Die vorrückenden Briten in Susteren
In den frühen Morgenstunden des 17. Januar 1945 brach eine englische Kompanie unter dem Schutz der Dunkelheit von Dieteren aus auf und überquerte die schneebedeckten Felder in Richtung Susteren. Sie krochen über den Boden in Richtung der deutschen Stellungen. In einer Entfernung von etwa dreißig Metern begannen sie plötzlich vorwärts zu rennen, schreiend und brüllend, während sie ihre Waffen abfeuerten. Auf diese Weise wurden dreißig deutsche Soldaten gefangen genommen. Die Briten setzten ihren Vormarsch fort. Mit Unterstützung der Scharfschützen eroberten sie weitere deutsche Stellungen in den Eckhäusern an der Kreuzung Feurthstraat/Louerstraat. Alles verlief nach britischem Plan – bis das Tageslicht anbrach.
Überfall durch deutsche Tiger-Panzer
Aus dem Nichts stießen die Briten plötzlich auf deutsche Tiger-Panzer. Zusammen mit deutschen Soldaten, die in den umliegenden Obstgärten positioniert waren, eröffneten die Panzer das Feuer auf die britischen Truppen. Sie hatten Panzer zu ihrer eigenen Verteidigung angefordert, aber diese Unterstützung kam nicht. Die Situation wurde unhaltbar und sie erlitten schwere Verluste in ihren Reihen. Dennoch hatte die Kompanie den Befehl, Susteren zu halten, und gab nicht auf.
Westlicher Beschuss
Endlich traf Hilfe ein. Die Briten erhielten den Befehl, sich innerhalb von zwanzig Minuten in Sicherheit zu bringen. Dann wurde ein westlicher Sperrfeuerangriff mit angeblich achtzigtausend Granaten gestartet. Damit war der letzte Versuch der deutschen Streitkräfte, Susteren zu verteidigen und zurückzuerobern, gescheitert. Gleichzeitig wurden viele Häuser, die den Krieg fast überstanden hatten, doch noch unbewohnbar.
Befreit durch britische Panzer
Am späten Nachmittag traf die lang erwartete britische Panzerkolonne aus dem Süden ein. Die deutschen Truppen wurden über die Eisenbahnlinie zurückgedrängt, und die britischen Soldaten wurden aus ihrer gefährlichen Lage befreit. In der Folge wurden vierzig britische Befreier getötet oder verwundet und dreißig britische Soldaten vermisst. Etwas mehr als zwanzig britische Soldaten überlebten die Befreiung.
Adresse
Louerstraat 14, 6114 CZ Susteren, Nederland