Denkmal

Eine lang erwartete Befreiung

Niederlande

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Die Einwohnerinnen und Einwohner von Susteren hörten US-amerikanische Panzer in einem Wald zwischen Nieuwstadt und Susteren näher kommen. Die Befreiung schien so nah, doch letztendlich sollte es noch Monate dauern, bis sie eintraf.

Susteren schien befreit zu sein

Es war September 1944. Innerhalb weniger Tage rückten die amerikanischen Soldaten von Maastricht nach Sittard vor. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Susteren konnten die Kämpfe hören, die in einem Wald zwischen Nieuwstadt und Susteren stattfanden. Tagelang sahen sie die Kolonnen deutscher und belgischer Truppen, welche auf ihrem Weg zur deutschen Grenze durch die Stadt zogen. Irgendwann hatten alle deutschen Truppen Susteren verlassen, und die Stadt schien „befreit” zu sein. Doch es fühlte sich nicht wie eine Befreiung an. Wo war die US-Armee?

Die Befreiung war noch weit entfernt

Die Amerikaner rückten nicht über das Gebiet der drei großen Flüsse hinaus vor. Sie errichteten eine Frontlinie entlang des Vloedgraaf in der Nähe von Susteren. Da sie nicht eintrafen und die Grenzen zu Deutschland geschlossen blieben, kehrten die deutschen Truppen nach Susteren zurück. Sie bauten eine noch stärkere Verteidigungsstellung als zuvor auf und bereiteten sich auf den Kampf mit den US-Truppen vor. Infolgedessen verließen die Bewohnerinnen und Bewohner von Susteren Anfang November ihre Stadt und verstreuten sich nach Norden über Limburg.

Die Front kam wieder in Bewegung

Mitte Januar 1945 war es endlich soweit. Die Front der Alliierten begann sich wieder zu bewegen. Susteren wurde zunächst aus westlicher Richtung angegriffen, aber nach schweren Bombardements drangen am späten Nachmittag britische Panzer in die Stadt ein.

Der Preis, den Susteren zahlte

Bei der Begutachtung der Schäden stellte sich heraus, dass ein großer Teil von Susteren schwer zerstört oder beschädigt war. Glücklicherweise blieb die jahrhundertealte Amelberg-Basilika (mit bis zu anderthalb Meter dicken Mauern) relativ gut erhalten. Dadurch konnte die Kirche kurz nach dem Krieg wieder genutzt werden. Die siebenhundert Jahre alte Sakristei neben der Kirche war jedoch vollständig zerstört. Trotz aller Schäden und Zerstörungen waren einige Teile von Susteren noch bewohnbar. Nach und nach kehrten die Einwohnerinnen und Einwohner von Susteren in ihre Häuser zurück.

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Spoorstraat, 6114 Susteren, Nederland