Geschichte

Entwaffnung der deutschen Truppen

Niederlande

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Auch nach der Befreiung blieb die ehemalige Frontlinie ein gefährliches Terrain. Hier mussten die notwendigen Trümmer und militärischen Waffen beseitigt werden, bevor die Bewohner zurückkehren konnten.

Alliierte Einheiten entwaffneten deutsche Soldaten. Zum Beispiel wurden deutsche Soldaten auf dem Hof De Hamsche Brug in Kerk-Avezaath entwaffnet. Munition und Waffen werden dort abgegeben. Die Entwaffnung der deutschen Truppen wurde von den alliierten Streitkräften durchgeführt, nicht von den internen Streitkräften, die ab dem 5. Mai an vielen Orten aufmarschierten. Dabei wurden Tonnen von Kriegsgerät eingesammelt. In Tiel wurde nach dem Krieg eine große Menge beschlagnahmter Munition in einer Auktionshalle der Firma Septer in der Stationsstraat gelagert. Das gefährliche Material blieb dort viel länger liegen, als die Bewohner es wünschten.

Auf einer Wiese gegenüber dem Bauernhof De Hamsche Biezen in Kerk-Avezaath wurde Kriegsmaterial gesammelt und sortiert. Die Ausrüstungsgegenstände der Soldaten wurden aufgestapelt und die beschlagnahmten Fahrzeuge fein säuberlich geordnet. Da in den Niederlanden ein großer Mangel an "rollendem Material" herrschte, wurden einige der Fahrzeuge für alle möglichen nichtmilitärischen Zwecke eingesetzt, zum Beispiel bei Feuerwehren, Bau- und Transportunternehmen. An der Linge bei Zoelen befand sich ein einfaches Kriegsgefangenenlager, in dem deutsche Truppen für kurze Zeit in Zelten untergebracht waren, die von Soldaten der Piron-Brigade bewacht wurden, bevor sie zu zentralen Sammelplätzen transportiert wurden.