Denkmal

Denkmal für Ernest David Harrison

Niederlande

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Im Januar 1945 wurden mehrere Aufklärungsoperationen zur Vorbereitung der Rheinlandoffensive durchgeführt. Nicht jeder Soldat kehrte nach einem Einsatz nach Hause zurück.

Die Informationstafel erinnert an den kanadischen Gefreiten Ernest David Harrison, der am 27. Januar 1945 bei einer Aufklärungsmission getötet wurde. Er und sieben weitere Soldaten des kanadisch-schottischen Regiments sollten in dieser bitterkalten Nacht deutsche Maschinengewehrstellungen im Polder auskundschaften, wurden aber in der Nähe des Eindschenhofs entdeckt und angegriffen. Der einzige Überlebende der Gruppe, Sergeant MacDonald, geriet in Kriegsgefangenschaft.

Nach dem Krieg hatte der deutsche Arzt Karl Missbach, der in den Vorfall verwickelt war, einen Brief an Harrisons Mutter geschickt, in dem er ihr die Lage des Feldgrabes erklärte und ihr mitteilte, dass ihr Sohn christlich beerdigt wurde. Mit Hilfe dieses Briefes hatte sich Harrisons Schwester auf die Suche gemacht und die Stelle gefunden, an der die Leiche liegen solle. Heute steht das Denkmal an dieser Stelle. Die Leiche wurde hier jedoch nicht gefunden. Es gibt mehrere Theorien zu diesem Rätsel: Es könnte sein, dass die Leiche bei den Flutungen weggeschwemmt wurde oder dass die etwas vage Erklärung falsch interpretiert wurde und das Grab tatsächlich woanders liegt. Wahrscheinlich hat Harrison seine letzte Ruhestätte in einem anonymen Grab auf dem Soldatenfriedhof von Groesbeek gefunden, inmitten seiner alten Kameraden.

Der Aufklärungseinsatz war einer von vielen, die im Januar 1945 im Ooijpolder zur Vorbereitung der Rheinlandoffensive durchgeführt wurden. In dieser britisch-kanadischen Operation, die knapp zwei Wochen später begann, überquerten die Alliierten die deutsche Grenze, um das zu erreichen, was bei Operation Market Garden gescheitert war – die Rheinüberquerung und der Vorstoß ins Herzen Deutschlands.

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